Osnatol Industrielacksysteme
Osnatol Industrielack ist für professionelle Beschichtungsaufbauten im Maschinen-, Anlagen- und Fahrzeugbau sowie für Korrosionsschutzanwendungen ausgelegt. Bei WULFF finden Lackierbetriebe passende Grundierungen, 1K- und 2K-Decklacke, Effekt- und Strukturlacke sowie Härter für professionelle Industrieanwendungen. So lassen sich Beschichtungsaufbauten gezielt auf Untergrund, Beanspruchung und gewünschtes Finish abstimmen.
Osnatol Lack für unterschiedliche Einsätze und Belastungen
Beim Industrielack zählen neben Farbton und Glanzgrad vor allem auch, was die fertige Oberfläche später aushalten muss. Außenbewitterung, Chemikalienkontakt, Abrieb oder wechselnde Temperaturen stellen unterschiedliche Anforderungen an Grundierung und Deckbeschichtung.
- 1K-Lacke: Einfache Verarbeitung ohne Härter, Mischungsverhältnis und Topfzeit. Geeignet für viele klassische Industrie- und Reparaturlackierungen.
- 2K-Beschichtungen: Stammlack und Härter müssen im vorgegebenen Verhältnis gemischt und innerhalb der Topfzeit verarbeitet werden. Epoxidharzsysteme eignen sich häufig für Korrosionsschutz, PU- und Acrylsysteme zusätzlich für außenbeanspruchte Flächen mit Anforderungen an Farbton- und Glanzhaltung.
- High-Solid-Lacke: Besitzen einen hohen Festkörperanteil und ermöglichen einen hohen Lackaufbau mit vergleichsweise geringerem Lösemittelanteil.
Osnatol Beschichtungen als System
Ein belastbarer Industrieaufbau entsteht aus mehreren aufeinander abgestimmten Schichten. Untergrundvorbereitung, Grundierung, gegebenenfalls Zwischenbeschichtung und Decklack übernehmen dabei unterschiedliche Aufgaben.
Die Grundierung stellt die Haftung zum Untergrund her und übernimmt bei Stahl einen wesentlichen Teil des Korrosionsschutzes. Je nach Anforderung kommen beispielsweise zinkphosphathaltige oder 2K-Epoxidharz-Grundierungen infrage.
Bei höheren Anforderungen an den Korrosionsschutz kommt in der Regel eine entsprechende Zwischenbeschichtung zum Einsatz, um die erforderliche Gesamtschichtdicke aufzubauen und die Barrierewirkung des Systems zu erhöhen.
Der Decklack übernimmt den abschließenden Oberflächenschutz und bestimmt gleichzeitig Farbton, Glanzgrad und Erscheinungsbild. Für außenbewitterte Bauteile sind Systeme mit guter UV- und Wetterbeständigkeit gefragt. Bei chemisch oder mechanisch stärker belasteten Flächen stehen dagegen andere Beständigkeiten im Vordergrund.
Häufige Fragen zu Osnatol Industrielacken
Was bedeutet C3 oder C5 bei einem Osnatol Beschichtungssystem?
Die Bezeichnungen stammen aus der DIN EN ISO 12944 und beschreiben Korrosivitätskategorien der Umgebung. Sie gelten für einen definierten Beschichtungsaufbau mit festgelegten Schichten und Schichtdicken nicht pauschal für eine Marke oder einen einzelnen Lack.
C3 beschreibt mittlere Korrosionsbeanspruchung: Typisch für Stadt- und Industrieatmosphäre mit mäßiger Luftbelastung oder Küstenbereiche mit geringer Salzbelastung. Innen betrifft das zum Beispiel feuchte Produktionsräume wie Wäschereien, Brauereien oder Lebensmittelbetriebe.
C5 steht für sehr hohe Korrosionsbeanspruchung: Typisch für Industrieumgebungen mit hoher Luftfeuchtigkeit und aggressiver Atmosphäre sowie Küstenbereiche mit hoher Salzbelastung. Innen betrifft das Bereiche mit nahezu dauerhafter Kondensation und hoher Schadstoffbelastung.
Warum ist die Trockenschichtdicke bei Korrosionsschutz so wichtig?
Korrosionsschutzsysteme werden für festgelegte Schichtdicken ausgelegt. Zu wenig Material kann insbesondere an Kanten, Schweißnähten und rauen Stahlflächen zu Schwachstellen führen. Bei entsprechenden Anforderungen sollte die Schichtdicke deshalb messtechnisch kontrolliert werden.
Kann ein Epoxidharzlack als dauerhafte Deckbeschichtung außen eingesetzt werden?
Nur wenn das konkrete System dafür vorgesehen ist. Epoxidharze besitzen eine eingeschränkte Licht- beziehungsweise UV-Stabilität und können bei Außenbewitterung kreiden oder optisch nachlassen. Für sichtbare Außenflächen wird deshalb häufig eine entsprechend witterungsbeständige Deckbeschichtung eingesetzt.
Was muss bei Osnatol 2K-Lacken vor dem Anmischen geprüft werden?
Vor Arbeitsbeginn müssen Mischungsverhältnis, erforderliche Materialmenge, Topfzeit und Überarbeitungsfenster feststehen. Nur so wird nicht mehr Material angemischt, als innerhalb der vorgegebenen Zeit verarbeitet werden kann.